Anmeldefrist verlängert: Auf die letzten Plätze, fertig, los!

Noch bis zum 15. September könnt Ihr Euch für den neuen MBA-Jahrgang Zukunftstrends und Nachhaltiges Management anmelden. Start des Programms ist Ende September.

Alles, was Ihr braucht: Ein erstes abgeschlossenes Studium (alle Fachrichtungen) und mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Hier geht’s direkt zur Anmeldung.

Freitag, 2. September: Informiert Euch vor Ort über unser MBA-Studium in Nürtingen

Wer noch in diesem Herbst ein berufsbegleitendes MBA-Studium beginnen möchte, kann sich am 2. September vor Ort über die Angebote der HfWU informieren. Zu unserem MBA Zukunftstrends und Nachhaltiges Management beantworte ich gern alle Fragen. Der neue Jahrgang startet Ende September, noch sind einige Plätze zu vergeben. Kommt vorbei und macht Euch schlau!

Wann und wo? Am 2. September von 14 Uhr bis 18 Uhr in der Alten Turnhalle auf dem HfWU-Campus Innenstadt, Heiligkreuzstraße 3, in Nürtingen

Schöne Grüße
Klaus Gourge

MBA = Management? Besser! Anders!

Damit unsere Unternehmen besser werden, müssen sie anders werden. Dafür sind Change Maker gefragt. Wie ein zeitgemäßes und vor allem zukunftsfähiges MBA-Studium aus unserer Sicht aussehen sollte, konnte ich in einem Interview auf dem MBA-Portal der Zeitschrift wisu erläutern, das eben erschienen ist.

Ihr Programm führt „Zukunftstrends“ im Titel. Bilden Sie da Wahrsagerinnen und Propheten aus? 

Gourgé: Weder noch. Und es gibt auch keine Glaskugel geschenkt, sorry.

Sondern?

Gourgé: Eine Art mentales Navigationssystem, das die Studierenden aus dem Verständnis der Megatrends entwickeln, und ein Frühwarnsystem für alle relevanten Veränderungen, die das eigene Business betreffen können. Das sind extrem nützliche Tools und Skills in dieser Zeit tiefgreifender Transformation, die vor uns liegt.

Das wichtigste Lernziel in einem Satz?

Gourgé: Zu verstehen, dass es die Zukunft nicht gibt. Es gibt viele mögliche Zukünfte, daher können und sollten wir entscheiden, welche dieser Zukünfte wir wollen, welcher Pfad von heute aus dahin führt, und welche Future Skills mir persönlich auf diesem Weg helfen. Okay, das waren zwei Sätze.

Der Abschied vom Gewohnten löst nicht bei allen Menschen Begeisterung aus.

Gourgé: Bei unseren Studierenden schon. Es ist offensichtlich, dass unsere bisherige Art zu wirtschaften nicht zukunftsfähig ist. In praktisch allen Branchen suchen Unternehmen ihren Weg in eine nachhaltige Zukunft und zudem nach Nachwuchskräften mit dem entsprechenden Mindset. Unsere Losung lautet: Auf nach Neu-Land! Es gilt, die Dinge anders zu machen, damit sie besser werden.

Nachhaltigkeit ist der zweite Schwerpunkt Ihres MBA-Programms: Gefühlt kommt jede Woche ein neuer Nachhaltigkeits-Master auf den Markt. 

Gourgé: Im Prinzip ist das prima. Jedenfalls dann, wenn der Inhalt hält, was das Etikett verspricht. Nachhaltigkeit wird früher oder später das neue „Normal“. Es ist definitiv kein Hype und kein Mode-Trend, sondern die Basis für das Management von morgen.  

Haben Sie keine Sorge, dadurch ein Alleinstellungsmerkmal zu verlieren?

Gourgé: Ach nein. Unser Alleinstellungsmerkmal ist die systematischen Zusammenschau der Nachhaltigkeitsthemen mit all den anderen Megatrends und Future Skills: Digitalisierung und KI, Sharing Economy und Kreislaufwirtschaft, Mobilitäts- und Energiewende, Social Innovation und Purpose Driven Economy, Resilienz und Selbstwirksamkeit …  Man kann sich diesen  MBA als eine Art Trainingslager für die Transformation vorstellen.

Ein weites Feld und damit eher nichts für Spezialisten.

Gourgé: Ja und nein. Die Studierenden bringen natürlich Spezialwissen mit, aus ihrem Erststudium und ihrer Berufserfahrung in unterschiedlichsten Branchen und Funktionen. Aus der Vielfalt dieser Blickwinkel entsteht dann in der Zusammenarbeit ein deutlich besseres Verständnis für die Komplexität der Aufgaben, mit denen es Führungskräfte heute und erst recht morgen zu tun haben. So verstehe ich jedenfalls den Sinn und Nutzen eines MBA-Programms.

Wie arbeitet man während des Studiums zusammen?

Gourgé:  Wir haben alle nach den Corona-Lockdowns gefragt, was besser wieder in Präsenz vor Ort und was als Online-Format stattfinden sollte. Das Ergebnis ist eine Mischung aus beidem, quasi das Beste beider Welten. Unabhängig davon werden Kooperation statt Konkurrenz, gemeinsames Problemlösen, Reflektieren und Teambuilding bei uns großgeschrieben. Der MBA als Einzelkämpfer-Ausbildung war schon immer ein Missverständnis. MBA = Management? Besser! Anders!

Lassen sich Systeme überhaupt transformieren? Gedanken zum Earth Overshoot Day 2022

Der Earth Overshoot Day*** ist 2022 schon am 28. Juli. So früh wie noch nie. Trotz des erklären Ziels einer Nachhaltigen Entwicklung geht es insgesamt nach wie vor in die falsche Richtung – und das ein halbes Jahrhundert nach Erscheinen der „Grenzen des Wachstums„, trotz zahlloser Klimagipfel, der global beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 und trotz, ja, auch mancher Teilerfolge. 

Woran liegt’s? Woran genau scheitern wir da bisher kollektiv? Welche Diagnose soll man einer Gattung potenziell intelligenter Individuen stellen, die sich selbst systematisch ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstört? Immer offensichtlicher handelt es sich hier um ein systemisches Versagen. Auf solche gemeinsamen globalen Problemlösungen sind die vorhandenen politischen Institutionen gar nicht oder jedenfalls unzureichend ausgerichtet. 

Erst recht gilt dies für die ökonomischen Institutionen, Akteure und Modelle: Die alte Annahme der Wirtschaftstheorie, dass durch das bloße Verfolgen des Eigeninteresses aller Akteure automatisch das größtmögliche Gemeinwohl erreicht würde, mag plausibel gewesen sein zu Zeiten von Adam Smith (und seine Metapher von der „unsichtbaren Hand“ des Marktes).

Damals, vor 250 Jahren, herrschte im Vergleich zu heute an fast allem eklatanter Mangel, und ökologische externe Effekte oder gar planetare Grenzen waren überhaupt nicht in Sicht.

Heute ist das Gegenteil der Fall, die externen Kosten des Wirtschaftens und das Überschreiten der planetaren Grenzen sind zum größten Problem geworden. Das Weiter-so-wie-bisher kann keine Option sein, auch wenn sich manche das wünschen und bestimmte Akteure aus Wirtschaft und Politik das nach wie vor propagieren. 

Für die Systemtheorie, an die manche bei der Überschrift vielleicht als erstes denken, ist die Antwort klar, aber letztlich unbefriedigend: Gesellschaftliche Systeme lassen sich eigentlich gar nicht transformieren, jedenfalls nicht durch irgendeine menschliche Willensanstrengung oder ähnliches. Das scheint leider auch der Earth Overshoot Day zu bestätigen: Menschen versuchen mit diesen oder jenen Maßnahmen einer negativen Entwicklung entgegensteuern, aber die Systeme laufen davon unbeeindruckt einfach weiter. Ok, das ist jetzt arg verkürzt, weil ich hier auf etwas anderes hinaus will:

Was ich mich und gern Euch alle hier frage: Sind wir als Gattung homo sapiens letztlich ähnlich wie Bienenvölker, die ja ein durchaus komplexes Kollektiv aufbauen, dessen Bauplan und Funktionieren aber weder von den einzelnen Bienen noch von allen Bienen gemeinsam verändert werden kann und somit auch nicht an veränderte Umweltbedingungen angepasst werden kann? Mir ist schon klar, dass all unsere Institutionen von A wie Arbeitsmarkt bis Z wie Zentralbankgeld menschengemacht und somit prinzipiell änderbar sind. Andererseits stehen gesellschaftliche Institutionen ja doch in Wechselwirkung mit den physischen und psychischen Bedürfnissen der Einzelnen und lassen sich nicht beliebig verändern. Angenommen also, unser evolutionäres Erbe lässt uns dazu tendieren, eine Bedrohung in räumlicher oder zeitlicher Distanz weniger ernst zu nehmen als das unmittelbare Hier und Jetzt, was doch ganz offenbar der Fall ist: Wie können wir uns Regeln geben, als eine Art kluger freiwilliger Selbstbindung (Odysseus lässt grüßen), die uns vor unseren eigenen Schwächen und unserer eigenen Unvernunft schützt? 

Ganz konkret an dem wohl abgedroschensten, aber eben auch absurdesten Beispiel: Wie kann es sein, dass weltweit nur ein einziges Bienenvolk 🙂 existiert, das ohne Tempolimit durch die Gegend rast? Und bei dem offenbar auch die vielzitierte Schwarmintelligenz versagt? 

Das letzte Wort soll hier Albert Einstein haben: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr. “ (1949).

Zukunftsangst – was tun? Folge 20 unseres Podcasts „Z hoch 3 – Zukunft zum Zuhören“

Die Krise ist zum Normalfall geworden, für viele Menschen gerade in der jüngeren Generation unter 35 werden Gedanken an ihre Zukunft weniger von Zuversicht oder gar Neugier bestimmt als von Ängsten und Resignation. In der neuen Folge unseres Podcasts fragen wir uns, wie vor allem auch junge Menschen mit der multiplen Bedrohung aus Krieg, Pandemie und Klimakrise umgehen. Mirja, Klaus und Eike ergründen auch bei sich selbst den Balanceakt zwischen heiler Welt im Vertrauten und den globalen Bedrohungsszenarien. Wie verschiedene Studien belegen, wird für die Jugend Zukunft zu einem immer fragwürdigeren Begriff. Das hat nicht zuletzt auch mit den Social Media zu tun, die das Zeitalter der Aufmerksamkeits-Ökonomie eingeleitet haben – es geht nicht mehr um die Vermittlung von Inhalten, sondern um die klickgetriebene Organisation von Empörung, Hass und Wut.
Wie soll da ein vernünftiger Umgang mit Ängsten stattfinden?

O-Töne unserer MBA-Studierenden, Folge 7: Markus Guthan

Wer könnte unser MBA-Programm besser beschreiben als die, die es studiert haben? In kurzen persönlichen Statements schildern Studierende und Alumni, was für sie das Besondere an diesem MBA-Studiengang ausmacht. Folge 7: Markus Guthan, Alumnus des ersten Jahrgangs

O-Töne unserer MBA-Studierenden, Folge 6: Rita Deist

Wer könnte unser MBA-Programm besser beschreiben als die, die es studiert haben? In kurzen persönlichen Statements schildern Studierende und Alumni, was für sie das Besondere an diesem MBA-Studiengang ausmacht. Folge 6: Rita Deist, Mode-Designerin und aktuell im 2. Semester

Video-Präsentation unseres MBA-Studiums: Alles Wichtige in 25 Minuten

do what is great
Von Ablauf bis Inhalt, von Angebot bis Nachfrage: Unser MBA im Video

In diesem Video erfahrt Ihr alles, was Ihr über unser MBA-Studium wissen müsst: Wie es abläuft, was die Inhalte sind, was das Besondere an diesem Programm ist, wie und wann Ihr Euch anmelden könnt… und wenn doch noch Fragen offen sind, können wir gern ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren – einfach per mail an klaus.gourge@hfwu.de

O-Töne unserer MBA-Studierenden, Folge 5: Maximilian Bossert

Wer könnte unser MBA-Programm besser beschreiben als die, die es studiert haben? In kurzen persönlichen Statements schildern Studierende und Alumni, was für sie das Besondere an diesem MBA-Studiengang ausmacht. Folge 5: Maximilian Bossert, der gerade in sehr relaxter Umgebung an seiner Master Thesis schreibt und das Thema auch in seiner Arbeit bei einem Start-Up umsetzt.

O-TÖNE UNSERER MBA-STUDIERENDEN… FOLGE 4: SANDRA MAJER

Wer könnte unser MBA-Programm besser beschreiben als die, die es studiert haben? In kurzen persönlichen Statements schildern Studierende und Alumni, was für sie das Besondere an diesem MBA-Studiengang ausmacht. Folge 4: Sandra Majer, die schon während des MBA-Programms den nächsten Karriereschritt gemacht hat und nun ihr Wissen über Nachhaltigkeit und Transformation für die Energiewende einsetzt.

Sandra Majer, Referentin Landespolitik und Grundsatzfragen bei EnBW und aktuell im 4. Semester unseres MBA-Programms